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Verschiedenheit fördert Treue


Seitensprünge im Immunsystem verankert

Ab jetzt haben Frauen eine gute Entschuldigung, wenn ihr Partner sie bei sexueller Betätigung mit einem fremden Mann erwischt: Das Immunsystem ist schuld!
Eine Untersuchung zeigte einen Zusammenhang zwischen Seitensprüngen und dem Immunsystem der davon betroffenen Paare. Zusammenfassend ergab sich ein Fazit: Je mehr das Immunsystem weiblicher Wesen dem ihres Partners ähnelt, desto häufiger suchen sie Befriedigung in fremden Betten. Umgekehrt scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein, weshalb das männliche Geschlecht von dieser Ausrede absehen sollte! Die komplex angelegte Studie untersuchte das Immunsystem der Beteiligten, ermittelte ihre sexuellen Gewohnheiten innerhalb der Beziehung, den Reiz, den die Partner aufeinander ausübten, die Verlockung, auch mit anderen Männern und Frauen erotische Stunden zu genießen und die tatsächlichen Verstöße gegen die Treue, die während der Partnerschaft bereits aufgetreten waren. Dabei wurde auch der Zyklus der Frau einbezogen, um die hormonellen Schwankungen nicht unberücksichtigt zu lassen.

Offensichtlich verhält sich der Mensch in vielerlei Hinsicht wie das Tier. Tiere wählen meist Geschlechtspartner, deren Gene sich so stark wie möglich von ihren eigenen unterscheiden. Wahrscheinlich geschieht dies, um die Gesundheit des Nachwuchses zu gewährleisten, die ihre Überlebensfähigkeit sichert. So scheint es auch die Frau darauf abgesehen zu haben, sich einen genetisch von ihr verschiedenen Partner zu angeln. Interessant dabei ist vor allem, dass auch Frauen, die Seitensprünge eigentlich verwerflich finden und Treue für die höchste Tugend halten, sich anderen Männern zuwenden, wenn ihr eigener Partner ein ähnliches Immunsystem aufweist wie sie selbst. Somit scheint diese Verhaltensweise kaum von Werteinstellungen beeinflusst. Die Studie ergab eine verstärkte sexuelle Unzufriedenheit dieser Frauen in ihren Beziehungen. Sie verliebten sich öfter als andere in fremde Männer und wagten den Schritt zum Seitensprung häufiger.

Da dieses Muster nur bei weiblichen Wesen vorkommt und die Ähnlichkeit des Immunsystems sich bei männlichen Versuchspersonen nicht niederschlug, kann man daraus schließen, dass die Weiblichkeit bereits rein genetisch darauf programmiert wurde, möglichst leistungsfähigen und gesunden Nachwuchs zu zeugen, was dem Mann offensichtlich nicht in die Wiege gelegt wurde. Gleich und Gleich gesellt sich gern. Offensichtlich kein passender Wahlspruch, wenn es sich um menschliche Partnerschaften mit erfülltem Sexualleben handelt. Gegensätze ziehen sich an – diese Maxime führt augenscheinlich eher zu einer befriedigenden Beziehung. Doch ob uns diese Erkenntnis weiterbringen wird? Schließlich ist es kaum vorstellbar, den anvisierten Partner um eine Analyse seines Immunsystems zu bitten, um dieses mit dem eigenen abzugleichen. Also werden wir wohl auch weiterhin in Kauf nehmen müssen, dass sich Frauen nach anderen Männern umdrehen, wie ja auch das männliche Geschlecht besonders reizvollen Weibchen erliegt, ohne eine genbedingte Entschuldigung aufweisen zu können.



[Klicks/Mai.: 33]

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