
Don Juan de Tenorio, war ein sagenhafter Sex-Wüstling, der Mitte des 14. Jahrhunderts in Sevilla sein Unwesen (sadomasochistische Orgien) getrieben haben soll. Weil eine junge Frau ihm nicht willig war, ermordete er ihren Vater. Der Sage nach wurde Don Juan daraufhin von der steinernen Statue des Getöteten in die Hölle gezogen (Mozart verarbeitete dieses Motiv in seiner Oper Don Giovanni). Wahr ist, dass Don Juan zeitlebens rastlos auf der Suche nach einer Frau war, die ihm ebenbürtig gewesen wäre, doch hat er sie nie gefunden und so soll sein armer Geist nie zur Ruhe gekommen sein.
Der Name Don Juan steht heute für einen skrupellosen Frauenverführer. Männer mit Don-Juan-Komplex (klinisch "Satyriasis": abnorm gesteigerter Sexualtrieb bei Männern als Symptom seelischer Erkrankung oder neurotischer Störung) gelten als sexuell unersättlich und sind dabei unfähig, eine innere Beziehung zur Partnerin aufzubauen. Sie müssen zur eigenen Befriedigung und Bestätigung immer wieder neue Frauen erobern und verachten sie gleichzeitig. Der Don-Juan-Komplex entspricht der Nymphomanie bei Frauen.
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